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Mietrecht Mietnachlass auch bei Lärm von nebenan

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Mietrecht: Mieter können bei Baulärm Mitnachlässe bekommen Quelle: imago

In den Städten wird eifrig gebaut. Bei Staub und Lärm dürfen Mieter ihre Zahlung mindern, selbst wenn der Vermieter nicht für den Krach verantwortlich ist.

Baukräne gehören zum Stadtbild. Im Immobilienboom werden in vielen deutschen Städten alte Gebäude abgerissen und neue gebaut – oft in zentralen Lagen. Für die Nachbarn bringen solche Baustellen nicht selten monatelangen Lärm und Staub.

Selbst wenn der eigene Vermieter dafür gar nichts kann, steht Mietern womöglich ein Mietnachlass zu. Allerdings nicht in jedem Fall: Die Einschränkungen müssen so wesentlich sein, dass auch dem Vermieter Ansprüche gegen den Verursacher zustehen. Dieses Grundprinzip vertreten die meisten Gerichte.

So stellte zum Beispiel das Landgericht Kempten fest, dass der Abriss und Neubau eines Gebäudes in der Innenstadt grundsätzlich eine „ortsübliche Nutzung“ sei. Dann können Vermieter den Verursacher nur belangen und einen „Ausgleich in Geld“ fordern, wenn es zu starken, unzumutbaren Beeinträchtigungen kommt. Das wäre die Voraussetzung dafür, dass auch Mieter die Miete mindern dürfen.

 
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