Steuern auf Kapitalerträge Totenglocke für die Abgeltungsteuer

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Viele Politiker mögen die Abgeltungsteuer nicht, parteiübergreifend wird ihre Abschaffung gefordert. Künftig dürfte auf Kapitalerträge dennoch mehr Steuer anfallen. Anleger können sich jetzt schon darauf vorbereiten.

Steht die Abgeltungsteuer vor dem Aus? Und was kommt stattdessen?

Anleger sind schlecht damit gefahren, wenn sie gezielt aufs Steuersparen gesetzt haben. Mit Investments in Filmfonds oder denkmalgeschützte Immobilien haben sie Milliarden versenkt. Weil sie auf Steuervorteile hofften, blendeten sie aus, ob die Anlagen selbst rentabel waren. Waren sie nicht. Und das rächte sich. Jetzt aber könnte es sich lohnen, eine steuerliche Kehrtwende vorwegzunehmen: das Ende der Abgeltungsteuer. Quer durch alle Parteien halten immer mehr Politiker die pauschale Besteuerung von Kapitalerträgen mit 26,375 Prozent für unfair. Höher besteuerte Arbeitseinkünfte würden benachteiligt, meinen sie. Nachdem der Kampf gegen Steuerhinterzieher weltweit vorankomme, sei das nicht mehr gerechtfertigt.

Es gibt durchaus Gründe, dies anders zu sehen. Doch Fakt ist: SPD, Grüne, Linkspartei und auch Teile der CDU, etwa Finanzminister Wolfgang Schäuble, wollen die Abgeltungsteuer abschaffen. Jüngst forderte selbst der FDP-Bundesvorstand eine Neuregelung der Besteuerung. Der Finanzausschuss im Bundesrat stimmte schon im Februar einem Antrag auf Abschaffung der Steuer zu.

 
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