Steuern und Recht kompakt Rechtstipp der Woche: Besuchstrips ohne Steuervorteil

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Aufwendungen für minderjährige Kinder, die im Ausland leben, lassen sich nicht steuerlich geltend machen. Dafür macht eine Reform Sofortabschreibungen für Mittelständler möglich. Die Steuer- und Rechtstipps der Woche.

Kind-im-Ausland Quelle: Fotolia

Kinder im Ausland: Besuchstrips sind privat zu zahlen

Lebt ein minderjähriges Kind im Ausland, dürfen die Eltern die Kosten von Besuchsreisen trotzdem nicht steuerlich geltend machen. Im konkreten Fall hatte ein Ehepaar die Tochter in Frankreich besucht und dafür 719 Euro als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung eingetragen: Die Aufwendungen seien zwangsläufig entstanden, da sie früher berufsbedingt in Frankreich gelebt hätten und die Tochter dann dort geblieben wäre, um einen erneuten Schulwechsel zu vermeiden. Doch das Finanzgericht Rheinland-Pfalz folgte der Argumentation nicht: Es handle sich um typische Aufwendungen der allgemeinen Lebensführung. Die seien durch Kinderfreibetrag und Kindergeld pauschal abgegolten (2 K 2360/14). Eine räumliche Trennung von Eltern und minderjährigen Kindern sei auch nicht unüblich, auch bei Kindern in Internaten komme sie vor.

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