Steuern und Recht kompakt Streit mit dem Chef senkt Steuer auf Abfindung

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Abfindungen sind zu versteuern, aber es gibt in bestimmten Fällen eine Ermäßigung vom Finanzamt. Und: Wärmedämmung am Neubau muss Grundstücksgrenzen beachten. Dies und mehr in den Steuer- und Rechtstipps der Woche.

Bei einem Neubau muss der Bauherr schon bei der Planung darauf achten, dass Wände inklusive Dämmung nicht über die Grundstücksgrenze hinausragen. Quelle: dpa

Eine Gemeinde wollte Personal abbauen und dabei insbesondere ältere Angestellte loswerden. In dieser Situation ging ein Verwaltungsangestellter auf die Kommune zu und schloss mit ihr einen Auflösungsvertrag. Er erhielt eine Abfindung von 36.250 Euro, und die kommunale Versorgungskasse zahlte ihm eine Betriebsrente. Der Angestellte beantragte beim Finanzamt, die Abfindung mit einem ermäßigten Steuersatz zu besteuern. Dies lehnte der Fiskus ab. Schließlich habe er den Auflösungsvertrag freiwillig unterschrieben und habe nicht unter wirtschaftlichem oder rechtlichem Druck gestanden. Bei der Abfindung handele es sich daher nicht um eine steuerbegünstigte Entschädigung. Das Finanzgericht Münster sah dies anders (1 K 3037/14 E; nicht rechtskräftig). Es liege eine Entschädigung vor, weil er seinen Vertrag nur auflösen ließ, um weitere Konflikte mit seinem Arbeitgeber zu vermeiden. So hätten sich die Kommune und der Angestellte zuvor um einen Aufstieg in eine höhere Gehaltsgruppe gestritten.

Unterhalt: Ohne Pflicht kein Abzug

 
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