WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

VW Deutsche Lücke beim Verbraucherschutz

Premium

Im VW-Fall können Kunden ihre Rechte nur schwer durchsetzen. Es fehlt ein Recht auf Sammelklagen.

Ein KfZ-Meister lädt ein Software-Update auf einen VW Golf. Quelle: dpa

Anfang der Woche haben die Bayern dem Rest der Republik wieder einmal gezeigt, wo oben ist. Sie kündigten eine Klage gegen VW an, weil der bayrische Pensionsfonds unter dem Absturz der Aktie nach dem Dieselskandal gelitten hat. Bayern klagt im Alleingang, Kapitalanleger können Klagen über Musterverfahren bündeln. Andere Geschädigte der VW-Affäre aber stehen vor hohen Hürden: Denn deutsche Verbraucher haben es schwer, ihre Rechte durchzusetzen. Sie müssen vor Gericht ziehen, was sich angesichts des Streitwerts nicht unbedingt lohnt.

Der VW-Skandal deckt somit eine Lücke auf: Anders als in vielen EU-Ländern können Verbraucherverbände hierzulande nicht vor Gericht in einer Musterklage einen Sachverhalt klären lassen, deren Ergebnis für alle Betroffenen gilt. Das Prinzip hätte Charme, denn Betroffene könnten ihre Ansprüche anschließend anmelden, ohne Gerichte mit ähnlichen Fällen zu überfluten.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%