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Zumutbare Belastung bei Krankheit Millionen bekommen jetzt Steuern zurück

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Reha im Schwimmbad: Fiskus muss sich stärker an den Eigenleistungen der Patienten beteiligen. Quelle: imago

In Kürze überweist das Finanzamt Steuerzahlern teils mehrere Hundert Euro. Denn der steuerliche Eigenanteil bei Kosten von Krankheit und Pflege – die sogenannte „zumutbare Belastung“ – wurde über Jahre falsch berechnet.

Es kommt nicht oft vor, dass jemand vor Gericht abblitzt – und trotzdem gewinnt. Genauso erging es aber einem Freiberufler aus Baden-Württemberg. Ganz nebenbei bescherte er Millionen Menschen eine Steuererstattung, die sie in Kürze erhalten.

Denn wegen der Klage des Freiberuflers hatte der Bundesfinanzhof (BFH) im Januar 2017 festgestellt, dass der steuerlich nicht berücksichtigte Eigenanteil bei Krankheits- und Pflegekosten (zumutbare Belastung) grundsätzlich falsch berechnet war. Nur Ausgaben oberhalb dieses Eigenanteils drücken die Steuer, sie werden als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt. Der Eigenanteil hängt vom Familienstand und den Einkünften ab. Für drei Einkunftsstufen werden bestimmte Prozentwerte angesetzt. Je höher die Einkünfte, desto höher der Prozentwert und der errechnete Eigenanteil.

 
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