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Selbstständige Miese Altersvorsorge für alle

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Ein älteres Paar läuft Hand in Hand in der Fußgängerzone Quelle: dpa

Künftig sollen Selbstständige zur Altersvorsorge gezwungen werden. Viele werden in unrentable Verträge gedrängt. Dabei ginge es besser.

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Den gleichen Fehler zweimal zu machen ist nicht schlau. Bei der geplanten Vorsorgepflicht für Selbstständige dürfte es so laufen. Erneut werden viele – wie bei der Riester-Rente – in schlecht verzinste Verträge gelotst.

Das Vorhaben an sich ist nachvollziehbar: Etwa drei von vier Millionen Selbstständigen sollen fürs Alter nicht abgesichert sein. Damit sie später nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind, will Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) sie zur Vorsorge zwingen. Zählen sollen Versorgungswerke, etwa von Ärzten, private Basisrenten („Rürup-Rente“) und die gesetzliche Rente.

Die Auswahl ist ein Problem. Versorgungswerke sind nicht allgemein zugänglich, Rürup-Renten teuer und renditeschwach. Verträge mit Garantiezins bringen einem 30-Jährigen über seine statistische Lebensdauer 2,7 Prozent Rendite nach Steuern, inklusive zweifelhafter Überschüsse. Auf Basis garantierter Werte beträgt die Rendite null. Policen mit Aktienfonds brächten bestenfalls etwa 3,5 Prozent.

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