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Japan Schreine und Fake-Priester konkurrieren um Spenden

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Japans große Religionen haben den Markt für Seelsorge unter sich aufgeteilt. Allerdings müssen sie das Heiratsgeschäft gegen falsche Priester verteidigen.

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Die japanische Shinto-Religion hat sich auf lukrative Hochzeiten spezialisiert. Quelle: AP

Tokio Auch in Japan sind Religionen ein Geschäft. Sie müssen es sogar mehr als in Deutschland sein. Denn hier in Ostasien kassiert kein Staat Kirchensteuer ein und leitet die Gelder an religiöse Einrichtungen weiter. Und so haben die beiden großen Religionen Japans, die heimische Naturreligion Shinto und der vor mehr als 1.000 Jahren eingewanderte Buddhismus, diverse Einkommensquellen entwickelt.

Spenden sind ein wichtiger Kapitalstrom, besonders die Neujahrskollekte. Darüber hinaus werden Amulette und Horoskope verkauft, Geld für kalligrafierte Tempelnamen und religiöse Handlungen kassiert. Der Wettbewerb macht hier erfinderisch und führt zu differenzierten Angeboten. Der shintoistische Kanda-Myojin-Schrein beispielsweise bietet eine Art göttlichen Virenschutz für Computer an. Gegen einen Obolus von etwa 50 Euro reinigen Priester den Hightech-PC mit uralten Methoden rituell.

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