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Entzauberte Mythen
Ist Zielstrebigkeit wirklich so ratsam?

Ziele machen unglücklich

Zielstrebigkeit gilt als positive Eigenschaft. Dabei führt sie emotional mit ziemlicher Sicherheit ins Verderben.

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Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Auf welche Erfolge sind Sie besonders stolz? Und welche Ziele möchten Sie unbedingt noch erreichen? Solche Fragen gehören zu den Klassikern des Bewerbungsgesprächs. Kein Wunder: Zielstrebigkeit gilt als Tugend. Sie mache uns erfolgreich, widerstandsfähig und dauerhaft zufrieden. Von wegen.

Zunächst zur Klarstellung: Natürlich macht es glücklich, wenn man ein Ziel erreicht. Wer sich vornimmt, einen Marathon zu beenden, einen bestimmten Karriereschritt zu vollziehen oder in zwei Jahren einen gewissen Betrag zu verdienen, der wird beim Gelingen mit Sicherheit zufrieden sein (mal abgesehen von dem Moment unmittelbar nach dem Marathon).

 
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