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Ägypten Die Hoffnung auf den Aufschwung ist geplatzt

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Ägyptens Wirtschaft kommt nicht in Schwung. Präsident Abdelfattah el-Sisi kann sich nur noch mithilfe Saudi-Arabiens über Wasser halten – doch das Bündnis mit den Scheichs ist unbeliebt.

König Salaman von Saudi-Arabien und Ägyptens Präsident Sisi Quelle: REUTERS

Es klang wie ein Alarmschrei kurz vor dem Untergang. Seine Regierung führe einen „Kampf auf Leben und Tod“, verkündete Premierminister Scherif Ismail vor dem Parlament in Kairo. Dann führte Ismail, früher Topmanager in der staatlichen Ölindustrie und auch Ölminister, ausführlich Klage: über die schlechten Straßen Ägyptens, über die ungerechte Verteilung des Reichtums, über fehlenden Unternehmergeist und überbordende Korruption. All das müsse sich schnell ändern, damit Ägypten seine Krise überwinden könne.
Der Tonfall passt zur Stimmung im Land. Fünf Jahre nach dem Sturz des Diktators Hosni Mubarak und knapp drei Jahre nach der Machtergreifung des mindestens so autoritär herrschenden Präsidenten Abdelfattah el-Sisi zeichnen die meisten Ägypter ihre Lage in düsteren Farben. Zwar ist das chronische Handelsdefizit seit Anfang 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent zurückgegangen. Doch die Statistikbehörde schob gleich die Warnung hinterher, selbst dies sei ein Indiz der Misere.

 
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