Denkfabrik

Was es uns kostet, wenn Donald Trump Ernst macht

Wenn die USA einen globalen Handelskrieg provozieren, trifft dies ökonomisch vor allem: sie selbst.

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Was kostet ein von Donald Trump angezettelter Handelskrieg? Quelle: dpa

Freihandel? Offene Märkte? Diese Forderungen haben derzeit keine Konjunktur. Stattdessen könnten 2016 und 2017 in die Wirtschaftsgeschichte eingehen – als Jahre, in denen die globale Wirtschaftspolitik einen drastischen Kurswechsel in Richtung Protektionismus eingeleitet hat. Der Auftakt dazu war das Brexit-Votum der Briten, bisheriger Höhepunkt die Entscheidung der Amerikaner, mit Donald Trump einen Präsidenten zu wählen, der sich offen zur Abschottung bekennt.

Vor allem für Deutschland ist das bedrohlich, weil der internationale Handel für unsere Volkswirtschaft bedeutender ist als für die meisten anderen Staaten. Die Ausfuhren betrugen 2016 rund 38 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). In anderen Ländern vergleichbarer Größe ist dieser Anteil kleiner, in Frankreich etwa beträgt er 21 Prozent, in Großbritannien nur 15 Prozent. US-Handelsschranken hätten für den deutschen Außenhandel erhebliche Konsequenzen – zumal die USA unser größter Exportmarkt sind. 2016 verkauften deutsche Unternehmen dort Güter im Wert von 107 Milliarden Euro.

 
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