Einblick

Trump ist leider nicht der einzige „Depp“

Die Sehnsucht vieler Menschen nach der klaren Kante könnte uns teuer zu stehen kommen. Die Eskalation löst den Kompromiss als Politikinstrument ab.

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US-Präsident Donald Trump (r) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Quelle: dpa

In einem solchen Moment fragt man sich, warum Menschen vor ihm Angst haben. Da sitzt er also vor Kurzem auf einer Pressekonferenz in der Ukraine und ist nicht mehr Herr der Lage. Während Präsident Petro Poroschenko die Beziehungen zur Türkei lobt, schläft Kollege Recep Tayyip Erdoğan neben ihm ein.

Offenbar muss sich der müde Despot vom jüngsten Konflikt mit den USA erholen. Seit Tagen liefert er sich mit Donald Trump ein Gefecht. Hintergrund ist die Verhaftung eines türkischen Mitarbeiters des US-Generalkonsulats in Istanbul. Das Verschwinden des angeblichen „Agenten“ beantworten die USA mit einer Visasperre für Türken. Daraufhin reagiert Ankara mit derselben Maßnahme. Obendrauf gibt es noch eine Verbalattacke von Erdoğan höchstpersönlich gegen den US-Botschafter vor Ort.

 
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