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Entwicklungshilfe Investieren statt spenden

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Verhext: Farmerinnen wie Winrose Oduor (M.) verlieren einen Großteil der Ernte durch Striga, die „Afrikanischen Hexenkräuter“. Quelle: Jouzas Cernius für WirtschaftsWoche

Immer weniger Deutsche spenden, weil das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Helfer sinkt. Die Welthungerhilfe will deshalb Entwicklungszusammenarbeit zum Geschäft machen und droht dabei an sich selbst zu scheitern.

Am Ende eines langen Tages, an dem er mal wieder versucht hat, Afrika zu retten, sitzt Peter Lüth auf der Terrasse des Golf-Hotels in Kenias Provinzhauptstadt Kakamega und bestellt ein Bier. Es ist ein lauer Abend, die Zikaden zirpen in den Bäumen, Malaria-Mücken schwirren um die Laternen. Aber Lüth krempelt die Ärmel seines Hemdes hoch. Er wird die Viecher schon kommen hören. Und falls nicht, ist es eben so: Geschäftsrisiko. Lüth nimmt einen tiefen Schluck. „Ahh“, sagt er, „das war nötig.“

Peter Lüth ist kein Abenteurer. Er ist Unternehmer. 62 Jahre alt, hat in Wismar eine Firma für biologische Pflanzenschutzmittel aufgebaut, sie vor fünf Jahren für eine hübsche Summe an Bayer verkauft, sich einige Zeit als Geschäftsführer anstellen lassen – und steckt seither Zeit und Geld in das, was er „das einzig Richtige“ nennt: den radikalen Umbau der Entwicklungshilfe.

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