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Lobby-Arbeit Chinas seltsame Liebe zu Christian Wulff

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Altbundespräsident Christian Wulff hat sich neu erfunden: als Chef einer Nichtregierungsorganisation in China, die Lobbying betreibt. Dafür kassiert er zwar kein Geld, aber er wird hofiert – und von der Parteispitze instrumentalisiert.

Christian Wulff. Quelle: dpa Picture-Alliance

In einer Nebenstraße unweit des Shanghaier Finanzdistrikts ist Christian Wulff noch immer Präsident. Nicht mehr von Deutschland, natürlich. Aber immerhin von einer Nichtregierungsorganisation, die im 18. Stock eines verglasten Hochhauses residiert. Global Alliance of SMEs (Gasme), heißt sie, in ihrem Büro werkelt rund ein Dutzend einheimische Mitarbeiter unter flackerndem Neonlicht, in den Regalen stehen Auszeichnungen der chinesischen Regierung. Und an ihrer Spitze steht: Wulff, bis 2012 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, seit seinem erzwungenen Rücktritt der jüngste Altbundespräsident aller Zeiten, auf der Suche nach einer (Lebens)aufgabe.

Hat Wulff die nun in China gefunden? Jedenfalls hat es ihn an die Gasme-Spitze verschlagen. Die Organisation wurde 2009 von der Lobbyorganisation US-China Exchange Association in den USA gegründet und setzt sich offiziell für mittelständische Unternehmen weltweit ein. Die Hauptgeschäftsstelle sitzt aber nicht in den Vereinigten Staaten, sondern im Osten von Shanghai.

 
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