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State Grid Wie China nach Kontrolle über die Stromnetze der Welt strebt

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China will ein Weltstromnetz bauen und braucht dafür einen Ableger in Deutschland. Quelle: dpa

Der chinesische Stromnetzbetreiber State Grid will erneut beim deutschen Anbieter 50Hertz einsteigen. Die Regierung versucht den Deal zu vereiteln. Doch selbst wenn das gelingt: Die Chinesen haben längst größere Pläne.

In der Berliner Kantstraße 162, mitten im gutbürgerlichen Stadtteil Charlottenburg, hat im zweiten Stock eines Glas-Beton-Quaders das Global Energy Interconnection Research Institute Räume bezogen. Die Eingangstür steht offen. Glasvitrinen zeigen Dokumente mit chinesischen Schriftzeichen. Der Gang führt an Großraumbüros vorbei, in denen an diesem Morgen nur wenige Menschen sitzen. Ein deutscher Mitarbeiter steht auf. Der zuständige Forschungsleiter sei nicht im Haus, sagt er. Nur der könne Auskunft geben. Man möge bitte an einem anderen Tag wiederkommen, anders gehe es nicht. Dann geht er zu seinem Schreibtisch zurück und beobachtet genau, wie der unangemeldete Besuch das Büro verlässt.

Bei dem Institut handelt es sich nicht um irgendeine Forschungseinrichtung. Sondern um eine Tochter der State Grid Corporation of China. Und die State Grid ist nicht nur Chinas größter Stromnetzbetreiber. Sondern laut der Rangliste Fortune Global 500 auch der zweitgrößte Konzern der Welt.

 
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