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Türkei Die Normalität, eine Ausnahme

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Unser Korrespondent zog vor einem Jahr in das Land – seither sind Terror und Angst stete Begleiter. Aber er glaubt, dass die Vernunft siegen wird.

Macht und Ohnmacht: Immer neue Gewalt hinterlässt nichts als Trauer und Zorn. Quelle: Getty Images

Die Istanbuler und ich, wir haben uns 2016 an den Terror gewöhnt. Zwei Tage bevor ich Anfang des Jahres in die Türkei umzog, tötete eine Bombe an der Sultan-Ahmed-Moschee eine Touristengruppe. Es folgten der Putschversuch der Generäle und vier weitere große Anschläge. Die jüngsten beiden gerade erst Mitte Dezember. Als ich letztens mit Freunden beim Essen saß, kam gerade eine Anschlagsmeldung. Einer fragte nur: „Schon wieder?“ Wenige Tage danach erschoss ein Attentäter den russischen Botschafter in Ankara.

Der Ausnahmezustand ist in diesem Jahr zur Normalität geworden – im übertragenen Sinne wie im wörtlichen: Präsident Erdoğan regiert das Land seit dem Putschversuch mit Dekreten, die Gesetzeskraft haben. Die Parteispitze der zweitgrößten Oppositionspartei HDP hat er verhaften lassen.

 
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