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Tunesien Abschiebungen für mehr Wirtschaftshilfe

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Nach dem Mordanschlag des Tunesiers Anis Amri macht Berlin Druck, um abgelehnte Asylbewerber rasch in das Krisenland abschieben zu können. Doch die Bundesregierung ist sich uneinig über Wirtschaftshilfe.

Berlin will Asylbewerber abschieben und streitet über Wirtschaftshilfe. Quelle: dpa

Das Transparent reichte über die komplette rechte Fahrbahn der ausladenden Avenue Bourguiba im Zentrum von Tunis. „Angela Merkel! Tunesien ist nicht die abfall von Deutschland“, war in großen schwarzen Lettern auf weißem Grund zu lesen.

Selbst das holprige Deutsch und die Bezeichnung von Menschen als Müll konnten nicht von der zentralen Botschaft ablenken, die Tausende Demonstranten übermitteln wollten: Viele Tunesier fürchten voller Zorn, dass ihre Regierung dem Druck aus Berlin nachgeben könnte – und raschen Massenabschiebungen von Tunesiern in ihre Heimat zustimmt.

Die Demonstranten fürchten, dass die ohnehin fragile Republik noch instabiler wird, wenn abgelehnte Asylbewerber frustriert zurückkehren und umso anfälliger werden für die Propaganda des „IS“ und anderer Terrorgruppen.

 
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