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US-Politik Beim Iran-Boykott verlieren alle, nur einer gewinnt

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Was bedeutet der Iran-Boykott für die EU? Quelle: imago

Weil Donald Trump es so will, ziehen sich die europäischen Firmen aus dem Geschäft mit dem 80-Millionen-Volk zurück. Einmal mehr profitiert China.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Diese Weisheit gilt auch im Konflikt zwischen den USA und dem Iran – nur ist der Gewinner in diesem Fall nicht die EU. Auf Druck der Amerikaner ziehen sich jetzt auch europäische Unternehmen aus dem einst vielversprechenden Markt zurück. Daimler gab in dieser Woche bekannt, seine ohnehin schon stark zurückgefahrenen Geschäfte völlig einzustellen.

Der deutsche Autohersteller folgt damit dem Elektrokonzern Siemens. Ihr Schaden ist, kleines Trostpflaster, noch vergleichsweise überschaubar im Gegensatz zu den Verlusten der französischen Wirtschaft. Schließlich haben zum Beispiel die französischen Autobauer PSA und Renault in dem 80-Millionen-Einwohner-Land einem Marktanteil von über 30 Prozent. Es gilt als wahrscheinlich, dass auch sie – ungeachtet der kritisch-markigen Töne ihres Präsidenten Emmanuel Macron gegenüber seinem amerikanischen Amtskollegen Donald Trump – bald den Iran verlassen werden.

 
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