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100 Jahre Weimarer Republik „Unsere Epoche der Freiheit ist bedroht“

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100 Jahre Weimarer Republik: Was wir von damals lernen können Quelle: imago

Wie viel Weimar steckt in der Berliner Republik? Der Ökonom Gerhard Wegner über gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, Donald Trump und das Scheitern der ersten deutschen Demokratie.

WirtschaftsWoche: Herr Wegner, der Freiburger Ökonom Walter Eucken schrieb in den Dreißigerjahren: „Mit der Demokratisierung der Welt gewannen die Völker und ihre Leidenschaften, die Interessentengruppen und chaotischen Kräfte der Masse auf die Außenpolitik maßgebenden Einfluss.“ Heute, hundert Jahre nach den Anfängen der Weimarer Republik: Kommt uns das nicht gefährlich bekannt vor?
Gerhard Wegner: Mehr noch. Sie müssen Eucken ganz zitieren. Er schrieb weiter, dass die Außenpolitik in die Hand von Persönlichkeiten geriet, „die, mehr Demagogen als Diplomaten, die Gefühle der Massen aufpeitschten und zugleich von ihnen abhängig wurden, so dass schließlich jede ordnende Kraft aus dem Völkerleben verschwand“. Lange wurden Eucken diese Sätze als antidemokratisch ausgelegt. Sie waren aber vor allem eines: außerordentlich hellsichtig.

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