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Angela Merkel Eine Wagner-Kanzlerin, aus Raum und Zeit gefallen

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Quelle: ddp images

Die Merkel-CDU hat von der Autoindustrie über den Bankensektor bis zur Landwirtschaft Branchen bedient, die ihren Zenit überschritten haben. Sie hat den Besitzstand verteidigt, nie die Initiative ergriffen.

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Das politische Kernproblem der CDU ist, dass sie von einer Bürger- und Wirtschaftspartei zu einer reinen Verbandspartei mutiert ist. Kein Wunder, dass sie Rückhalt bei den Bürgern verloren hat.

In ihrem Wandel zur Verbandspartei ähnelt die CDU den US-Republikanern vor Donald Trump: Verfechter von Status-quo-Interessen, die ökonomische Zukunftsthemen der Demokratischen Partei überlassen. Entsprechend bedient die CDU von der Automobilindustrie über den Bankensektor bis hin zur Landwirtschaft vornehmlich Branchen, die wichtig sind, aber von ihrer technologischen Ausrichtung und Marktpositionierung her ihren Zenit überschritten haben. Politisch und wirtschaftlich bedeutet das: Man agiert besitzstandswahrend, wenn nicht gar rückwärtsgewandt.

Den Wirtschaftsinteressen der Vergangenheit zu dienen ist weder eine moderne noch eine wohlstandsfördernde Form des Konservativen. Es beurkundet allein das wirtschaftspolitische Versagen der CDU. Die bestimmende Kanzler- und Regierungspartei hat in den zurückliegenden anderthalb Jahrzehnten nicht vermocht, Deutschlands wirtschaftliche Zukunft hinreichend zu sichern.

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