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Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer „Wir wollen keine Zwangsbeglückung“

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Ingo Kramer, 66, ist seit 2013 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Im Herbst tritt er zur Wahl für eine letzte zweijährige Amtszeit an. Die Führung seines Bremerhavener Familienunternehmens J. Heinr. Kramer hat der Wirtschaftsingenieur bereits 2018 in die Hände seines Sohnes gelegt. Quelle: dpa Picture-Alliance

Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer über das Ende des Aufschwungs, Umweltschutz als Geschäft und unterschätzte Mittelständler.

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Herr Kramer, Sie sind ehrenamtlicher Seenotretter. Muss die deutsche Wirtschaft gerettet werden?
Nein. Aber wir erleben das Ende eines zehnjährigen Aufschwungs. Und gleichzeitig kommt beispielsweise auf Branchen wie die Automobilindustrie ein Umbruch zu, der Unruhe bringt – und Unruhe ist Gift.

Stehen wir also doch vor einer tieferen Krise?
Das hängt sehr stark davon ab, ob die internationalen Handelsbeziehungen sich weiter verkomplizieren. Das mag ich bei den erratischen Handlungstreibenden nicht vorherzusagen. Darum habe ich eine Bitte an die deutsche Politik: Sie sollte jetzt nicht noch zusätzliche Erschwernisse in die Wirtschaft hineintragen, sondern für Ruhe sorgen. Wenn möglich, auch für Entlastungen.

Sie fordern ein Belastungsmoratorium?
Ja. Wir fordern, die Kurzarbeitsregelung wieder zum Leben zu erwecken, wie es sie während der Finanzkrise vor rund zehn Jahren gab. Da ist der Arbeitsminister auf einem guten Weg. Und wir brauchen Infrastrukturmaßnahmen. Mehr nicht. Jedenfalls kein allgemeines Konjunkturprogramm.

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