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Arbeitskämpfe Die Tücken der Streikstatistik

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Die Zahl der Arbeitskämpfe in Deutschland sinkt, behauptet eine aktuelle Statistik. Das Problem: Sie folgt dem System „ Pi mal Daumen“.

Trotz des bestreikten Berliner Flughafens, geht die Zahl der Arbeitskämpfe in Deutschland zurück. Quelle: dpa

Wer diese Woche auf dem bestreikten Berliner Flughafen gestrandet ist, den könnte diese Meldung irritieren: Die Zahl der Arbeitskämpfe in Deutschland sinkt! 2016 fielen 462 000 Arbeitstage durch Streiks aus, deutlich weniger als im Vorjahr. Diese Botschaft kommt jetzt vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Es gibt dabei nur ein Problem: Die aufwendig zusammengestellte Statistik folgt dem System „ Pi mal Daumen“. Die Zahlen seien „eine Schätzung auf Basis von Gewerkschaftsangaben, Pressemeldungen und eigenen Recherchen“, schreibt das WSI. Der ideologische Widerpart, das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), hält die Zahlen der Forscher denn auch für überzeichnet. Bei Warnstreikteilnehmern etwa würden auch jene mitgezählt, die vor dem Griff zur Trillerpfeife ausstempeln und somit gar keinen Arbeitsausfall verursachen, sagt IW-Gewerkschaftsexperte Hagen Lesch.

 
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