BCG-Deutschlandchef Carsten Kratz "Die Balance zwischen Evolution und Disruption finden"

Premium
Der BCG-Deutschlandchef Carsten Kratz über Strategie- und Personalkrisen. Quelle: Oliver Rüther für WirtschaftsWoche

Die SPD fällt in Umfragen auf ein Rekordtief und steht vor der Zerreißprobe. Carsten Kratz, Deutschlandchef der Boston Consulting Group, verrät Tricks für den richtigen Umgang mit Personal- und Strategiekrisen.

WirtschaftsWoche: Herr Kratz, die SPD wirkt wie ein Unternehmen, das stetig Marktanteile verliert. Weil niemand eine Strategie hat, kommen ständig neue Chefs. Was raten Sie Firmen in einer derart vertrackten Situation?
Carsten Kratz: Unternehmen müssen sich häufig neu erfinden. Ich empfehle, dabei drei Fragen zu beantworten: Wie setze ich Mittel frei, um kurzfristig Handlungsspielraum zu schaffen? Wie kann ich mich mittelfristig im Wettbewerb behaupten? Was für ein Team, was für eine Organisation brauche ich, um diesen Umbau zu gestalten?

Wie verschafft man sich eine Atempause?
Indem man sich auf die Hebel konzentriert, die schnell wirken. Man prüft etwa, ob man Bestände herunterfahren oder Teile des Unternehmens veräußern kann. Auch Potenziale beim Einkauf und verbesserte Preise sind zu prüfen.

Das ist schön, reicht aber nicht, oder?
Stimmt. Parallel muss die Frage beantwortet werden, wo die Reise hingehen soll.

Zur Person

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%