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Berlin intern

Blutsbande statt Botschafter

Gregor Peter Schmitz
Gregor Peter Schmitz Ehem. Leiter Hauptstadtbüro WirtschaftsWoche (Berlin)

Trumps Mann in Berlin wird wohl ein Realpolitiker, der die Nato und Deutschland schätzt. Aber den Draht zu Merkel hat Tochter Ivanka.

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Ivanka Trump, Christine Lagarde, Angela Merkel, Miriam Meckel und die niederländische Königin Maxima beim W20 Gipfel in Berlin. Quelle: dpa

Als Berlin diese Woche zum Trump-Land wurde und Kanzlerin Angela Merkel Amerikas First Daughter Ivanka auf ganz großer Bühne empfing – bei einer streckenweise sehr heiteren Diskussion etwa mit IWF-Chefin Christine Lagarde oder der Königin der Niederlande –, mochte der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil nicht mitlachen.

„Bin ich der Einzige, der es völlig absurd findet, dass die Bundeskanzlerin jetzt Außenpolitik mit der Tochter von Trump macht?“, twitterte er übellaunig.

Der Exgouverneur von Virginia, Jim Gilmore. (links) Quelle: REUTERS

Absurd mag diese neue Form der transatlantischen Diplomatie in der Tat anmuten. Aber aus Sicht der Bundesregierung ist eine Gegenfrage erlaubt: Ja, mit wem denn sonst? Man hält sich im Kanzleramt den Gesprächskanal zur Donald-Tochter vor allem deshalb offen, weil so viele andere schlicht (noch immer) nicht existieren. Im US-Außenministerium sind ganze Flure verwaist, im Finanzministerium ebenfalls. Europakompetenz? Gilt in der neuen Regierung bislang eher als Einstellungshindernis.

 
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