Berlin intern

Der neue SPD-General bringt Wirtschaftskompetenz mit

Max Haerder
Max Haerder Stellv. Leiter Hauptstadtbüro WirtschaftsWoche (Berlin)

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil ist eine Notlösung – allerdings eine, mit der Martin Schulz den Mittelstand für sich gewinnen könnte.

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SPD-Generalsekretär Hubertus Heil und SPD-Chef Martin Schulz. Quelle: dpa

Hubertus Heil saß in der kleinen Kaffeeküche seines Wahlkreisbüros in Peine, vor ihm Kuchen und Kippen, und er sagte: Ich bereue nichts. Damals, im Februar 2016, jährte sich zum zehnten Mal ein berühmt-berüchtigter Satz von ihm, das war der Anlass des Besuchs. Ein Satz, der seitdem über seiner SPD hängt wie eine düstere Prophezeiung: „Es darf nicht sein, dass die CDU und die Bundeskanzlerin winkend auf dem Sonnendeck stehen und die SPD im Maschinenraum die Arbeit macht und schwitzt.“ An Deck, sprich: im Kanzleramt und mit besten Umfragewerten, sonnt sich Angela Merkel bis heute. Und die SPD? Die macht noch immer die Gesetze, regiert und reguliert, und verliert dann Wahlen.

Warum er trotzdem diesen Mühlstein-Satz nicht bereue? Weil er die SPD damit nicht klein gemacht habe, antwortete Heil. Weil er selbst eigentlich ziemlich gern im Maschinenraum ackere.

 
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