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Berlin intern

Der streitbare, aber unverzichtbare Wahlkampfveteran

Gregor Peter Schmitz
Gregor Peter Schmitz Ehem. Leiter Hauptstadtbüro WirtschaftsWoche (Berlin)

Vielen in der SPD geht Großstratege Matthias Machnig ganz mächtig auf die Nerven. Aber als Wahlkämpfer brauchen sie ihn - auch diesmal.

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Es gibt 1001 Gründe für Sozialdemokraten, Matthias Machnig aufmerksam zuzuhören. Quelle: dpa

Es gibt 1000 Gründe für Sozialdemokraten, Matthias Machnig nicht zu mögen. Der Mann ist impulsiv und laut, er soll vor Kurzem eine Juso-Vorsitzende als „dumme Pute“ bezeichnet haben. Machnig neigt dazu, sich selbst für den Besten zu halten, und würde beim Nachdenken über einen Zweitbesten vermutlich in langes Grübeln verfallen. Während seiner Zeit als Wirtschaftsminister von Thüringen kam heraus, dass Machnig neben dem Ministergehalt Bezüge aus einem früheren Amt als Staatssekretär bezogen hatte. Zu einer Betrugsklage kam es zwar nicht, peinlich war es trotzdem. Aber der 57-Jährige wirbelt mittlerweile als beamteter Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium so energisch weiter, dass egal scheint, wer unter ihm als Minister(in) regiert.

Also ist durchaus zu verstehen, dass in der SPD-Vorstandssitzung nach der NRW-Pleite die bange Frage aufkam, ob Machnig im Bundestagswahlkampf etwa wieder eine prominente Rolle spielen werde.

 
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