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Berlin intern

Die Selbstverteidigungs-Ministerin

Cordula Tutt
Cordula Tutt Autorin Wirtschaft & Politik (Berlin)

Ein Bundeswehroffizier, der Terroranschläge geplant haben soll, belastet Ursula von der Leyen. Ihr Glück: Die CDU will sie nicht fallen lassen.

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Ursula-von-der-Leyen Quelle: REUTERS

„Holla! Dieses Mal ist es knapp“, sagt ein Parteifreund Ursula von der Leyens, der hier lieber nicht genannt wird. Das klingt besorgt, aber gemeint ist es anders. Denn nicht wenige in der CDU wollen die sonst so selbstbewusste Chefin des Rüstungsressorts gerne einmal straucheln sehen. Ihr Problem: Ein Bundeswehroffizier fiel erst durch völkisches, rassistisches Gedankengut auf – was ohne Folgen blieb. Zudem könnte der 28-jährige Franco A. Teil eines rechten Netzwerks gewesen sein. Der krasseste Vorwurf: Er gab sich als syrischer Flüchtling aus und wollte so getarnt offenbar Anschläge verüben.

Um ihren eigenen Kopf zu retten, distanzierte sich die Selbstverteidigungsministerin von der Leyen schnell von der Truppe, als trüge sie nicht seit dreieinhalb Jahren die Verantwortung: Die Bundeswehr, tat sie kund, habe ein Haltungsproblem und zeige Führungsschwäche. Für Soldaten war es hart, von der Chefin so pauschal unter Friendly Fire genommen zu werden.

 
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