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Berlin intern

Fakten? Nicht so great

Gregor Peter Schmitz
Gregor Peter Schmitz Ehem. Leiter Hauptstadtbüro WirtschaftsWoche (Berlin)

Die Bundesregierung versucht zu ergründen, wie der Kanzlerinnenbesuch bei Donald Trump lief. Das ist nicht so einfach.

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Donald Trump lebt scheinbar in seiner ganz eigenen Realität. Quelle: dpa

Das Magazin „Time“ hat Donald Trump Ende 2015 mächtig geärgert, als es statt seiner selbst Angela Merkel zur Person des Jahres ernannte. „Sie haben ausgerechnet die Person ausgesucht, die Deutschland ruiniert“, tweetete Trump, bekannt als großzügiger Verlierer, damals.

Das aktuelle „Time“-Titelbild dürfte Trump besser gefallen. Is Truth Dead?, steht darauf. Und drinnen findet sich ein Interview mit dem Präsidenten, in dem dieser ausführlich erläutern darf, wie sich eine ganz eigene Wirklichkeit ganz ohne lästige Fakten zimmern lässt.

Entsprechend schwer tut sich die Bundesregierung, Fakten und Fiktion in der Trump-Welt zu unterscheiden. Gutes Beispiel dafür ist die Exegese des Besuchs von Kanzlerin Merkel in Washington. Auf dem Rückflug dachten Merkels Leute noch, es sei besser gelaufen als erwartet. Dann aber schrieb Trump auf Twitter, das Treffen mit Merkel sei großartig gewesen, doch Deutschland schulde den USA für die „sehr teure“ Verteidigungsleistung riesige Summen.

 
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