Jamaika-Koalition Gegen die Koalition der Wohlfühlbürger

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Eine Jamaika-Regierung verheißt wenig Gutes für Protestwähler. Die letzte Volkspartei mit Einfluss im Bund hat das verstanden.

Horst Seehofer Quelle: AP

Der scharfe Kurs der CSU erschreckt viele im Berliner Politikbetrieb. Die bayrische Schwesterpartei der CDU wurde bei der Bundestagswahl noch stärker von den Wählern abgestraft als die Union im restlichen Bundesgebiet. Und nun verspricht der angeschlagene Parteichef Horst Seehofer auch noch, die rechte Flanke zu schließen. Seine Partei schlägt einen harten Kurs ein, der die Jamaika-Verhandlungen mit FDP und Grünen nicht vereinfacht, auf die viele in der Wirtschaft setzen. Striktere Regeln für Flüchtlinge und Zuwanderer. Mehr Sicherheit. Mehr Hilfe gegen die Wohnungsnot in Städten oder für schrumpfende ländliche Regionen. Alles potenzielle Fallstricke auf dem Weg nach Jamaika. Doch versucht die CSU etwas Sinnvolles.

Womöglich ist das Drängen auf eine Kurskorrektur sogar die einzige Chance für eine schwarz-gelb-grüne Bundesregierung. Denn sonst verliert die einzig absehbare Koalition den Rückhalt in den Regionen und Wählergruppen vollständig, wo Abgehängtsein bereits das vorherrschende Lebensgefühl ist.

 
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