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Demokratie Es wächst die Neigung zur autoritären Versuchung

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Wird die Welt immer demokratischer? Nein, sagt der junge deutsche Harvard-Forscher Yascha Mounk. Besonders unter jungen Menschen bröckelt seinen Forschungsergebnissen zufolge die Rückendeckung für die Demokratie.

Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung im Oktober vergangenen Jahres Quelle: dpa

Er ist einer, der dazugehört, aber nie so ganz. So bewahrt er sich den Blick von außen. Yascha Mounk ist in Deutschland aufgewachsen, aber jüdischen Glaubens, ungewöhnlich in der Bundesrepublik. Über diesen Grenzgang hat er ein ganzes Buch verfasst, „Fremd im eigenen Land“ hieß es. Und Mounk, 34, mittlerweile Forscher an der Harvard University, gehört auch zu der Generation Y, den Millennials, also jenen Menschen, die zwischen 1980 und 1999 geboren sind. Aber das hindert den Politikwissenschaftler nicht daran, sich über seine Alterskohorte zu beugen wie sonst nur besorgte Ärzte über ihre Patienten.

Im Verbund mit einem Forscher der Uni Melbourne hat Mounk ganze Datensätze zum Demokratieverständnis seiner Altersgenossen ausgewertet, die Resultate sollen im Januar im renommierten „Journal of Democracy“ erscheinen. Aber sie schlagen schon jetzt gewaltige Wellen, die „New York Times“ hat Mounk und seine Forschung prominent porträtiert, seither kommt er vor lauter Medienanfragen kaum noch zum Denken.

 
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