Deutschland Der Irrglaube an den Superstaat

Premium
Deutschlands Behörden: Der Irrglaube an den Superstaat Quelle: Illustration: Jörn Kaspuhl

Teuer, überfordert, altmodisch: Warum Deutschlands Behörden nicht mehr Geld, sondern bessere Manager brauchen – und sich nicht um alles kümmern sollten.

Als Horst Seehofer seine erste Stelle im öffentlichen Dienst antrat, war Markus Söder, sein Nachfolger an der Spitze der bayrischen Landesregierung, noch nicht einmal geboren. Seehofer war 16, er fing als Laufbursche im Landratsamt von Ingolstadt an, weil seine Mutter glaubte, dass ihr Sohn beim Staat ein sicheres Auskommen haben werde. Zu seinen ersten Aufgaben gehörte, Gebührenbescheide auszustellen. „Man schrieb den Bürger damals noch ohne Anrede und Gruß am Ende an“, erinnert er sich: „Der Staat war Obrigkeit, nicht Dienstleister.“

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%