Die großen Unbekannten Schreckgespenst Superreiche

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Deutschlands Superreiche tauchen in spekulativen Rankings auf und wecken jede Menge Neider. Politiker wollen ihre Vermögen umverteilen, und der Internationale Währungsfonds will ihre Einnahmen begrenzen. Nur wer sie wirklich sind, weiß keiner: die Superreichen in Deutschland. Auf der Spur eines Schreckgespenstes, das (bisher) keines ist.

Die Phantomdebatte über Deutschlands Superreiche. Quelle: Getty Images

Um die Reichsten des Landes bei Laune zu halten, schickt die Deutsche Bundesbank ihnen einmal im Jahr Schokolade, versteckt hinter den 24 Türchen eines Adventskalenders, eine Sonderanfertigung für die Teilnehmer der Befragung „Private Haushalte und ihre Finanzen“, verziert mit Motiven rund ums Thema Geld. Es ist der Dank dafür, dass sie sich an der Befragung beteiligt haben, und die Hoffnung, dass sie auch drei Jahre später wieder ihre mit Zahlencodes gesicherten Eingangstore öffnen, wenn der Interviewer von der Bundesbank klingelt. Immerhin 2500 Haushalte beteiligen sich derzeit zum dritten Mal an der Befragung, 380 Millionäre sind in der Stichprobe, 40 davon mit einem Vermögen von mehr als fünf Millionen Euro. „Über ihr eigenes Geld sprechen die Menschen in Deutschland nur sehr ungern“, sagt Philipp Marek, Ökonom im Forschungszentrum der Bundesbank und Absender der Adventskalender: „Die Daten über Haushalte mit großem Vermögen sind besonders wichtig.“

 
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