Digitalisierung Deutschlands Verwaltung arbeitet wie in der Steinzeit

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Digitalisierung im Bundestag Quelle: Laif

Wer verstehen will, warum Deutschland den technologischen Anschluss verliert, muss sich nur im Bundestag umgucken: Zwischen Karteikarten, Schreibmaschinen und Faxgeräten fühlt man sich mitunter wie im Technikmuseum.

Wenn Abgeordnete des Deutschen Bundestages über Digitalisierung sprechen, reden sie über schnelles Internet auf dem platten Land, über iPads in Schulen, über die elektronische Gesundheitskarte. Und manchmal erzählen sie auch von der Schlüsselstelle ihrer eigenen Verwaltung.

Vor allem bei Bundestagsneulingen gilt sie inzwischen als Geheimtipp, als Ort, den man gesehen haben muss. „Da vorbeizuschauen ist wie eine Zeitreise in die Kohl-Ära“, sagt Danyal Bayaz, bis vor Kurzem Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group, jetzt Abgeordneter der Grünen. „Man bekommt noch mal ein anderes Gefühl dafür, warum es mit der Digitalisierung in Deutschland so langsam vorwärtsgeht.“

Das begehbare Analogmuseum namens Schlüsselstelle liegt im Erdgeschoss des Jakob-Kaiser-Hauses, eines modernen Gebäudes mit viel Glas, Holz und Kunst. Die Büros nebenan sind begehrt. Wer hier arbeitet, kann bei schlechtem Wetter den Plenarsaal durch einen Tunnel erreichen.

 
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