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Diplomatische Ehrenämter Wie wird man eigentlich Honorarkonsul?

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Rolf Herpens war Zahnarzt, heute vertritt er als Honorarkonsul das Archipel der Seychellen. Quelle: Henning Ross für WirtschaftsWoche

Honorarkonsul - das klingt nach angestaubter Titelhuberei. Doch nicht nur der Fall Boris Becker zeigt: Die Nachfrage ist groß. Zu Besuch bei Würdenträgern im Reihenhaus.

Wenn der pensionierte Zahnarzt Rolf Herpens die zwei Dutzend Stufen der steilen Treppe neben seinem Wohnzimmer erklimmt, dann wird aus ihm Rolf Herpens, der Konsul der Präsidialrepublik der Seychellen. Im Zimmer oben rechts, wo er immer noch die Abrechnungen seiner Arztpraxis aufbewahrt, befinden sich seine Amtsräume: ein Sofa, eine Fahne des Landes an der Wand, ein hölzerner Fisch unterm Glastisch.

„Die Räume des Konsulats stehen allen Bürgern der Seychellen offen, wenn sie Schutz suchen“, sagt Herpens. Seine sonst so fröhlichen Gesichtszüge bekommen eine gravitätische Strenge, wenn er das sagt. Hier unter dem Dach des Hauses im Düsseldorfer Norden habe er sogar eine Schlafmöglichkeit geschaffen. Bisher jedoch, ergänzt der Konsul, habe von diesem Recht noch niemand Gebrauch gemacht.

 
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