Druck durch Seehofer und Trump Endspiel für Merkel

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Angela Merkel und Horst Seehofer Quelle: dpa

Kanzlerin Merkel ist so stark unter Druck wie schon lange nicht. CSU-Chef Seehofer ist ihr größter nationaler Widersacher, US-Präsident Trump ihr größtes internationales Problem. Sie muss in die Offensive.

Als Angela Merkel sich nach sehr langer Bedenkzeit Ende 2016 dann doch entschied, eine vierte und letzte Amtszeit anzustreben, tat sie dies im vollen Bewusstsein dessen, was ihr bevorstand, ja drohte: Der Kanzlerin war klar, dass sie angesichts der aufgeheizten Stimmung im Wahlkampf angefeindet, dass ihre Macht auch bei einem Verbleib im Kanzleramt mit jedem Tag schwinden würde. Und sie ahnte, dass CSU-Chef Horst Seehofer ihr größter nationaler Widersacher bleiben und der neue US-Präsident Donald Trump ihr größtes internationales Problem werden würde.

Merkel war also auf nicht besonders angenehme Zeiten eingestellt. Es kam dann schlimmer. Der Wahlkampf war ein Graus, das Unions-Ergebnis ein Desaster, die Koalitionsbildung eine Tortur. Und in den vergangenen Tagen wurde Merkel klar, dass sich die Egos Seehofer und Trump mit ihren rationalen Merkel-Mitteln nicht einhegen lassen.

 
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