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Einblick

Nicht nur das VW-Gesetz muss weg

Die Affäre um SPD-Ministerpräsident Weil ist Folge eines verbreiteten Denkfehlers. Wenn der Staat im Markt mitspielt, sind Interessenkonflikte programmiert.

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Ein VW-Logo Quelle: dpa

Von einem angespannten Verhältnis zwischen Konzern und Politik ist hier nichts zu spüren. Auch auf dem Höhepunkt der Dieselaffäre feiert die SPD in Hannover gerne mit den Vorständen von Volkswagen. Dann tanzen an der großen Bulli-Party Parteigranden zum Beat von DJ Trio Adaptiv und 20.000 Menschen tanzen mit. „Es war ein Riesenspaß“, sagt der Mann von der Partei, die Angela Merkel im Kanzleramt ablösen will.

Oberbürgermeister Stefan Schostok von der SPD preist bei dieser Gelegenheit die Verdienste des Kultmobils Bulli um Jobs und „Made in Hannover“. VW verschickt die Pressemitteilung dazu am Sonntag 6. August um 15:14 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt ist dem Parteikollegen und Ministerpräsident Stephan Weil schon längst nicht mehr zum Feiern zu Mute. Die ganze Republik hat gerade erfahren, wie auch er mit dem Konzern auf Tuchfühlung geht – und seine Reden gegenlesen lässt.

 
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