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Florian Toncar Olaf Scholz will gar kein Finanzminister sein

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Olaf Scholz: Bundesfinanzminister will gar keiner sein Quelle: imago images

Olaf Scholz sollte seinen Ehrgeiz endlich dahin lenken, wo er gebraucht wird: ins Finanzministerium. Er müsste Steuern senken, Firmen entlasten, in Europa für Solidität kämpfen. Vom Kanzleramt kann er später träumen.

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Als Olaf Scholz vor einem Jahr Bundesfinanzminister wurde, krempelte er sein Ministerium sofort um. Er rüstete den Leitungsbereich auf und besetzte Schlüsselpositionen mit SPD-Genossen. Die beamteten Staatssekretäre berichten seitdem direkt an den Minister; die Parlamentarischen Staatssekretärinnen wurden aus der Berichtslinie entfernt. Die Fachabteilungen wurden geschwächt, die Leitung gestrafft. Kurzum, das Ministerium wurde ganz auf Scholz zugeschnitten. Allen Umfragewerten und parteiinternen Widerständen zum Trotz bringt Scholz sich als SPD-Kanzlerkandidat in Stellung. Von einem Vizekanzler, ließ er verlauten, werde erwartet, dass er sich das Amt des Bundeskanzlers zutraut. Von Gerhard Schröder ist bekanntlich überliefert, er habe als junger Mann am Zaun des Kanzleramts gerüttelt und gerufen: „Ich will hier rein.“ Gemessen an seinem hanseatischen Temperament, hat auch Olaf Scholz ganz kräftig am Tor zum Kanzleramt gerüttelt.

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