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Flüchtlinge Angst vor dem Zorn

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In vielen Ländern ist die Wut auf Flüchtlinge ein politischer Verkaufsschlager. Unter Bundespolitikern wächst die Sorge: Wann bei uns?

Sigmar Gabriel, Angela Merkel Quelle: dpa

Sigmar Gabriel war abgelenkt. Der SPD-Chef und Vizekanzler saß vorige Woche mit Ländervertretern zusammen, es ging, natürlich, auch um Flüchtlinge, um Notaufnahmelager, Vorrangsprüfungen und sogenannte Hotspots entlang von Europas Außengrenzen.

Aber Gabriels persönlicher Hotspot lag auf seinem Handy. Dort trudelten Nachrichten ein, dass Kanzlerin Angela Merkel auf der Rangliste der beliebtesten deutschen Politiker übel abgerutscht sei. Die Frage, ob die Kanzlerin auch künftig eine „wichtige Rolle“ spielen solle, beantworteten nur 63 Prozent der Befragten mit Ja, ein Minus von fünf Punkten. Eifrig tippend wollte Gabriel genau wissen, ob es solche Verschiebungen schon mal gegeben habe.

Ein Moment der Hoffnung also für den SPD-Vorkämpfer, der die scheinbar übermächtige Regierungschefin 2017 herausfordern will. Doch es ist, selbst für ihn, ein Moment gemischter Gefühle. Denn Merkels Abstieg könnte zu einem anderen Aufstieg führen – dem der deutschen Zornfraktion.

 
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