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Flüchtlinge Lasst sie doch erst mal was tun!

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Erst spucken die Dax-Manager große Töne, dann kneifen sie. An Arbeit für Flüchtlinge mangelt es nicht.

Flüchtlinge in einer Fortbildungsakademie. Quelle: dpa

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Die Frage ist rhetorisch. Nicht nur Politiker, zunehmend auch Unternehmensvorstände verweigern da eine Antwort. Daimler-Chef Dieter Zetsche schwärmte im Herbst 2015, die Ankunft der vielen Flüchtlinge sei die „Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder“. Und Post-Chef Frank Appel sah in den Migranten beinah schon kanzleramtlich einen „Mehrwert für unser Land“. Die Wirtschaft wollte die Neuankömmlinge schnell in Arbeit bringen. Appel hat sich immerhin ein bisschen angestrengt. Von den 54 (!) Flüchtlingen, die die 30 Dax-Konzerne bisher eingestellt haben, landeten 50 bei der Post. Seine Kollegen verweisen lieber auf Spenden für Flüchtlingsprojekte – einfacher geht’s nicht, sich freizukaufen. Und steuerlich absetzbar ist die Wohltat obendrein.
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