Flüchtlingspolitik Helfen und helfen lassen

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Im Wahlkampf war das Thema tabu, aber die neue Regierung muss die Flüchtlingspolitik angehen: Wer darf kommen – und wer bleiben?

Vor wenigen Tagen stoppten Brandenburger Polizisten einen Lkw, auf dem 51 Menschen nach Deutschland geschleust wurden. Quelle: dpa

Vor wenigen Tagen stoppten Brandenburger Polizisten einen Lkw. An Bord waren 50 eingepferchte Menschen. Die Männer, Frauen und Kinder gaben an, Iraker zu sein, sie kamen in ein Aufnahmezentrum. Niemand von ihnen führte Papiere bei sich, die meisten hatten schon in Bulgarien oder Rumänien Asyl beantragt, und bald waren bis auf zwei alle wieder verschwunden.

Das Beispiel zeigt: Die Hoffnung vieler Flüchtlinge und Zuwanderer passt nicht zum Anspruch der meisten Deutschen, dass Verfolgten Asyl gewährt werden soll – der Schutz aber nur für jene in größter Gefahr gilt. Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit droht die Akzeptanz für Flüchtlinge in diesem Land zu untergraben, das für einige Ankömmlinge wie der Lottogewinn ihres Lebens wirkt.

 
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