Frank-Jürgen Weise "Aus Asylbewerbern werden Arbeitsmigranten"

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Der frühere Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge über die Vorteile eines Einwanderungsgesetzes, einen "Spurwechsel" für Altfälle – und seine Erwartungen an eine neue Regierung.

Frank-Jürgen Weise über eine neue Regierung. Quelle: Wolf Heider-Sawall für WirtschaftsWoche

WirtschaftsWoche: Herr Weise, Sie kennen die Schwierigkeiten, die mit massenhafter Zuwanderung nach Deutschland verbunden sind. Warum plädieren Sie dennoch für ein Einwanderungsgesetz?
Frank-Jürgen Weise: Die große Zahl von Menschen, die zuletzt zu uns gekommen sind, ändert nichts daran, dass in vielen Bereichen Arbeitskräfte fehlen. Die Lage wird in Zukunft eher noch schwieriger. Deshalb brauchen wir Zuwanderung. Außerdem müssen wir Klarheit schaffen für alle, die nur geduldet sind, aber in Deutschland eine Beschäftigung gefunden haben. Wir sollten ihnen erlauben, im Land zu bleiben. Wir nennen das „Spurwechsel“: Aus Asylbewerbern werden Arbeitsmigranten.

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