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Gabriel Felbermayr „Wir müssen uns auf Zölle auf Autos einstellen“

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Gabriel Felbermayr, der Leiter des Zentrums für Außenwirtschaft des Ifo-Instituts. Quelle: imago

Der Münchner Ökonom Gabriel Felbermayr sieht Deutschland und die USA in einem Handelskrieg. Treibt Trump die Eskalation weiter, braucht es einen Angriff auf das Herzstück der US-Wirtschaft, so Felbermayr.

WirtschaftsWoche: Herr Felbermayr, haben Sie den Eindruck, dass die Bundeskanzlerin über eine Strategie gegen den aggressiven Neoprotektionismus von Donald Trump verfügt?
Felbermayr: Diese Strategie besitzt Angela Merkel ganz offensichtlich nicht. Das hat der jüngste G7-Gipfel erneut gezeigt. Wobei man ihr zugutehalten muss, dass ein so erratischer Charakter wie der US-Präsident auch nur schwer zu packen ist.

Trump hat gerade erst neue Zölle auf chinesische Waren verhängt und weitere angedroht. Was bedeutet das für die Weltwirtschaft?
Wir haben das Stadium des Handelskrieges erreicht. Es wird geschossen – und zurückgefeuert. Die Gefahr einer weiteren Eskalation ist sehr groß. Und wie so häufig spielt die wirtschaftliche Vernunft leider keine Rolle mehr. Mittlerweile sind ja auch Güter wie Halbleiter betroffen, die gar nicht nur von chinesischen Staatskonzernen, sondern auch von ausländischen Firmen in China produziert werden. Da schneidet sich Amerika sogar ins eigene Fleisch.

 
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