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Glyphosat-Entscheidung „Nicht jeder, der Glyphosat unheimlich findet, ist gleich weltfremder Öko“

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Der wahre Skandal um die Glyphosat-Entscheidung ist nicht Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt, sondern das Narrativ, das zur Rechtfertigung dieses Hauruckverfahrens zu vernehmen ist.

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Demonstranten protestieren gegen den Einsatz des Pflanzenschutzmittels Glyphosat. Quelle: dpa

Ein guter Lobbyist erfindet keine Fakten. Ein wirklich guter Lobbyist erschafft seine eigene Wirklichkeit. In diesen Tagen ist derlei Kunstfertigkeit in echter Vollendung zu bestaunen. Denn der wahre Skandal um die dreiste Glyphosat-Entscheidung der geschäftsführenden Bundesregierung ist keineswegs ein (offenbar) eigenmächtig handelnder Bundeslandwirtschaftsminister. Der wahre Skandal ist das Narrativ, das zur Rechtfertigung dieses Hauruckverfahrens zu vernehmen ist.

Das geht vonseiten der Glyphosat-Verteidiger nämlich so: Jeder Zweifler an Glyphosat ist vermutlich weltfremd, mindestens aber naiv. Ernährung für immer mehr Menschen ist ohne ein wenig Chemie halt nicht zu haben. Und wer auch nur hinterfragt, ob dafür wirklich jedes Mittel recht sein sollte, will Deutschland wohl in die agrarische Vorzeit (zurück)schicken – in der jede Biene, jeder Schmetterling, jeder Vogel auf Hilfe der Grünen hoffen könne, wie diese in selbstkarikierend anmutender Offenheit gerade gelobten.

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