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Kartellamtschef Mundt „Künstliche Intelligenz lässt sich auch gegen Verbraucher einsetzen“

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Der Chef des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, über die Fallstricke der digitalen Ökonomie und Kollateralschäden einer neuen EU-Industriepolitik. Quelle: Illustration: Mario Wagner

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, über die umstrittene Idee europäischer Champions, den Kampf der Wettbewerbshüter gegen mächtige Tech-Konzerne – und die Frage, ob Preiskartelle künftig von Algorithmen organisiert werden.

Herr Mundt, die EU-Staaten haben die Kommission beauftragt, bis Jahresende eine industriepolitische Langfriststrategie entwerfen – und im Zentrum steht das Wettbewerbsrecht. Müssen die Kartellämter um ihren Einfluss bangen?
Das glaube ich nicht. Es ist völlig richtig, mit Blick auf die wirtschaftliche Großmacht China und den wachsenden Protektionismus eine neue Gesamtstrategie zu entwickeln. Im Vergaberecht etwa müssen wir stärker auf so genannte Reziprozität drängen: Es ergibt ökonomisch Sinn, dass sich auch Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten an europäischen Ausschreibungen beteiligen. Nur sollte das andersherum genauso möglich sein. Das Außenwirtschaftsrecht bietet Ansatzpunkte, und ein strategischer Ansatz bei internationalen Verhandlungen über Wirtschaftsbeziehungen ist notwendig. Was wir aber auf keinen Fall machen sollten, ist das Wettbewerbsrecht in Europa zur Disposition zu stellen und Monopole und Duopole zuzulassen oder gar zu fördern, die zu Lasten der Verbraucher gehen.

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