Martin Schulz Kanzlerkandidat sucht nach einer Wirtschaftsagenda

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Kanzlerkandidat Martin Schulz hat bislang nur den sozialen Markenkern poliert. Jetzt braucht er eine Wirtschaftsagenda – ziemlich dringend.

Auf Tour: Martin Schulz beim Wahlkampf in einer Fischräucherei in Eckernförde. Er tourt unermüdlich durchs Land, aber es fehlt noch an Profil. Quelle: Getty Images

Der 8. Mai soll ein wichtiger Tag für die SPD werden. Nicht weil es der Morgen nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein ist. Sondern weil Martin Schulz an diesem Montagmittag bei der Industrie- und Handelskammer in Berlin seine erste große wirtschaftspolitische Rede halten will. In der IHK-Zentrale, dem Ludwig-Erhard-Haus, präsentiert der SPD-Kanzlerkandidat seine Interpretation von sozialer Marktwirtschaft. Vor allem aber wird er eine Melodie anstimmen, die vielen der 500 Zuhörer bekannt vorkommen dürfte.

„Gerechtigkeit und Innovation“ lautet die Überschrift seines Vortrags. Sie stammt – nur in exakt umgekehrter Reihenfolge – aus einer glücklicheren Epoche. Aus einer Zeit, als man den Genossen mehr ökonomischen Sachverstand als der Konkurrenz attestierte: der Wahlkampagne von Gerhard Schröder 1998. Das Versprechen von „Innovation und Gerechtigkeit“ führte ihn ins Kanzleramt.

 
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