Michael Kretschmer „Wir müssen die Verrohung der Sitten stoppen“

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Michael Kretschmer ist seit Mitte Dezember 2017 Ministerpräsident des Freistaates Sachsen. Quelle: imago

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer will vieles anders machen: Mehr zuhören, mehr Innovationen, mehr Selbstbewusstsein. Im Interview spricht er über grenzüberschreitende Kriminalität, Heimat und Digitalisierung.

Seit rund 100 Tagen im Amt will der neue Regierungschef in Dresden vieles anders machen: Mehr zuhören, mehr Innovationen, mehr Selbstbewusstsein. Der 42-jährige CDU-Politiker und Wirtschaftsingenieur verlor im Herbst sein Mandat im Bundestag gegen den AfD-Direktkandidaten. Die seit 1990 in Sachsen regierenden Christdemokraten rutschten bei der Bundestagswahl auf den zweiten Platz hinter der rechtsgerichteten Konkurrenz. Daraufhin trat der vorige Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zurück. Zur Sachsen-Wahl 2019 soll Kretschmer bei Sicherheit, Bildung und Wirtschaft punkten.

Herr Kretschmer, als Bundestagsabgeordneter wurden Sie abgewählt. Nun sind Sie Ministerpräsident. Hilft Ihnen dieses Scheitern im neuen Job?
Mich hat vorsichtig und demütig gemacht, dass ich nicht erkannt habe, dass es bei der Bundestagswahl nicht um die Vertretung des Wahlkreises oder gemeinsame Projekte in der Heimat ging. Die Menschen haben im Herbst über die Asyl- und Flüchtlingspolitik abgestimmt.

 
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