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Misstrauen hemmt Wirtschaft Die Stasi-Überwachung hat bis heute Folgen für die Konjunktur

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Jemand sitzt im Wohnzimmer, während draußen ein riesiger Mann mit einer Kamera zu sehen ist Illustration Quelle: Illustration: Simon Prades

30 Jahre nach dem Mauerfall hängt Ostdeutschland wirtschaftlich noch immer zurück. Ein Grund dafür: die staatliche Überwachung in der DDR. Ihre Folgen dämpfen bis heute das Wachstum.

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Bernd Roths Karriere beginnt mit dem Verrat eines Freundes. Er ist 16 Jahre alt, als der adrett gekleidete Mann auf der anderen Seite des Schreibtisches nach seinem Kumpel fragt. Roth weiß, welche Konsequenzen seine Aussage haben kann. Doch er redet trotzdem. Jahre später wird er erfahren, dass die Fragen ein Test waren: Die Stasi wollte wissen, wie weit Roth gehen würde. Es ist der Beginn seines Doppellebens als Spitzel.

Der 16-Jährige aus Thüringen trifft sich fortan regelmäßig mit dem Mann, der nun sein Führungsoffizier ist. Fünf Jahre wird er ihn mit Informationen versorgen. Dann wechselt Roth, Deckname „Calixtus“, auf die andere Seite des Schreibtisches – und heuert selbst Informanten an. „Die Stasi wollte wissen, wie die Leute dachten, was sie diskutierten und ob es welche gab, die alles ablehnten“, sagt der 65-Jährige heute.

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