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Norbert Bolz über soziale Medien Der publizistische Bürgerkrieg gefährdet die Meinungsfreiheit

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Quelle: imago images

Die Macht verschiebt sich: von Politikern zu Bürgern, von Experten zu Laien. Die Medieneliten und Linken antworten mit Ausschluss aus der Gemeinschaft der Anständigen. Auf dem Spiel steht die Meinungsfreiheit.

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Wie vor 50 Jahren bei der Kulturrevolution der Achtundsechziger erleben wir zurzeit einen publizistischen Bürgerkrieg. Während die Frontlinien damals aber recht klar gezogen waren, haben wir es heute mit einer hochkomplexen Gemengelage zu tun. Zum einen gibt es einen radikalen Strukturwandel der Öffentlichkeit – Stichwort: Digitalisierung. Sodann wird diese neu formatierte Öffentlichkeit wie nie zuvor durch politische Großthemen emotionalisiert. Nicht nur die Flüchtlingsströme und der Klimawandel, sondern auch die Politik des Gender Mainstreaming und eines postnationalen Europa schüren Identitätsängste.

Und schließlich mehren sich die Anzeichen für das, was der Kulturhistoriker Johann Huizinga Puerilismus genannt hat: Man wird nicht mehr erwachsen. Früher war man als Jugendlicher rot und ist dann nachgedunkelt. Heute bleibt man grün, auch wenn man längst grau geworden ist.

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