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Öffentlicher Dienst Leistung muss sich lohnen – auch im Amt

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Quelle: Fotolia

Der öffentliche Dienst muss Erfolgreiche stärker belohnen. Ansonsten wandern noch mehr Leistungsträger in die Wirtschaft ab.

Jede Zeit hat ihre Helden. Manchmal sind diese Helden sogar Beamte. Zum Beispiel zwei Steuerfahnder aus Wuppertal, die sich einsam und bescheiden entlohnt durch eine Phalanx von Rolex-und-Brioni-Anwälten kämpften, um reiche Steuerhinterzieher dingfest zu machen. Und die sich dann – hier kommt der tragische Teil der Heldensaga – vom Behördenapparat ausgebremst fühlten. Nun machen sie ihre weitere Karriere lieber bei einer großen Beratungsgesellschaft.

Über Details und Stil ließe sich im Fall der beiden Seitenwechsler sicher streiten, doch offenbart sich hier ein grundsätzliches Problem des öffentlichen Dienstes: Guter Einsatz wird kaum belohnt. Beförderungen werden er- und nicht verdient. Wer heute mit 16, 18 oder 25 Jahren bei Vater Staat anfängt, der kann sich im Normalfall sein Gehalt mit 40 schon ausrechnen – und seine Pension auch. Eine Besoldungsgruppe H für Helden gibt es nicht. Nur Aufstieg nach Stechuhr.

 
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