Opfer offener Märkte Die EU muss sich gegen unfaire Handelspraktiken wehren

Premium

Deutschlands Märkte sind offen – auch für Investitionen aus dem Ausland. Volkswirtschaften mit staatsinterventionistischen Wirtschaftsmodellen können diese Freiheit ausnutzen. Europa muss sich dagegen wappnen.

Sigmar Gabriel Quelle: REUTERS

Deutschland ist eine der offensten Volkswirtschaften der Welt – offen auch für Investitionen aus dem Ausland. Der faire, marktwirtschaftliche Wettbewerb hat die Bundesrepublik ökonomisch zu dem gemacht, was sie heute ist. Seit einige Entwicklungs- und Schwellenländer zu ungekannter Stärke emporgewachsen sind, stehen wir jedoch vor neuen, ungelösten Herausforderungen: Wir sind damit konfrontiert, dass Staatsunternehmen oder Konzerne mit staatlicher Förderung weltweit mit aller Macht investieren wollen, allerdings zu Konditionen, bei denen andere Bieter nicht mithalten können – jene Bieter, die unter privaten, marktwirtschaftlichen Bedingungen agieren.
In Deutschland und Europa haben wir aus gutem Grund Wettbewerbsregeln, an die sich alle halten müssen. Subventionen oder andere Beihilfen zur Förderung von Unternehmenskäufen sind demnach ausgeschlossen. Sie passen nicht in unsere europäische Wirtschaftsordnung. Wir wollen, dass Produktqualität entscheidet und nicht einfach das attraktivste Finanzierungsangebot.

 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%